♥STINGS

Blutzuckerliebe



Süßstoff für das Leben

Als du mir sagtest, du hast dich in mich verliebt, da mochte ich dich. Nicht was du sagtest, sondern dass du es sagtest. Viele tun das nicht, sie finden nicht die richtigen Worte, sie zeigen es lieber. Durch Einladungen zum Essen, Kino, Sport, Gesten, zufällige Berührungen. Du hast beides getan und deshalb mochte ich dich. Du riefst mich an, einfach so zwischendurch, weil du gerade an mich denken musstest und hören wolltest, wie es mir geht. Du schriebst mir SMS, zwanzig Minuten nachdem wir uns verabschiedet haben. Was für ein schöner Abend es doch gewesen sei – Smiley. Und dass du dich schon auf das nächste Mal freust. Dann am Morgen, während ich gerade meinen ersten Kaffee trank und wie üblich mit einer Zigarette nach der anderen mein frühes Ende besiegelte, fragtest du via SMS nach meinem Seelenheil, und ob ich denn den gestrigen Abend gut überstanden hätte. Und dass du ja wüsstest, dass ich gleich los müsse und du mir deshalb einen schönen, nicht ganz so stressigen Arbeitstag wünschtest, es sei ja bald schon wieder Wochenende. Da wusste ich wieder, wieso ich diese Handyfunktion Senseless-Message-Service nenne.

Als du mir zeigtest, dass du verliebt in mich bist, da mochte ich dich. Nicht weil du es zeigtest, sondern weil du es nicht sagtest. Viele tun das, doch du fandest Worte dazu überflüssig. Du zeigtest es mir durch intensives Interesse, gezielte Rückfragen, durch Gesten und kleine Aufmerksamkeiten mit Dingen, die du dir gemerkt hattest. Du sagtest nicht, dass du dich auf ein Wiedersehen freust, sondern du sagtest, dass es schön sei mich zu sehen, wenn wir uns wiedersahen. Du riefst mich nur an, wenn du etwas zu sagen hattest und schriebst SMS nur, um kurz und knapp Bescheid zu sagen, wenn du dich wegen dem Verkehr etwas verspäten würdest. Short-Message-Service eben.


Du hast dich in mich verliebt, weil ich irgendwie anders wäre. Ich mag dich, weil du 9 Jahre jünger bist und so schön mein Ego streichelst. Deshalb streichele ich dich auch so gerne zurück. Dein Körper ist ein Tempel, du machst, dass ich mich jung und wild fühle. Du willst mir alles geben, deine Welt zeigen und mit Erfahrungen protzen, die du gerade jetzt mit mir zum ersten Mal erlebst. Dein Gesicht ist zart und markant zugleich, deine Grübchen bringen mich zum Lächeln. Deine Augen strahlen mich an, voll Hoffnung, Sehnsucht und Glück. Ich weiß, dass du mich anschaust, wenn ich schlafe. Es ist mir egal. Ich bin auch verliebt in dich.

Du hast dich in mich verliebt, weil ich irgendwie anders wäre. Ich mag dich, weil du 9 Jahre älter bist und ich das Gefühl habe gut aufgehoben zu sein. Deshalb bin ich auch so gerne bei dir. Dein Körper ist ein Tempel, du machst, dass ich mich fallen lassen kann. Ich will dir alles geben, doch du bremst mich mit deiner Erfahrenheit. Und zeigst mir damit Welten, die ich noch nicht kannte. Dein Gesicht ist markant und wird von Lachfalten an den richtigen Stellen geziert. Dein Blick ist schmunzelnd und wissend, voller Ruhe und Gelassenheit. Du weißt, dass ich dich anschaue, wenn du schläfst. Es ist mir egal. Ich bin auch verliebt in dich.


Wir haben Sex und der schmeckt nach so viel mehr, das hätte ich bitte gerne öfter. Es vereinfacht die Sache, wenn du einfach über Nacht bei mir bleibst. Oder ich bei dir, egal. Hauptsache es funkt.
In der sexfreien Zeit führen wir Unterhaltungen, über alles, nur nicht Gott. Manchmal schweige ich dich an und du schweigst prompt zurück. Ich muss lachen an Stellen, die gar nicht witzig sind und dein Bauch tut weh, weil ich dich damit angesteckt habe. Und plötzlich bist du infiziert.


Als du mir sagtest, dass du mich liebst, wollte ich die Zeit zurückdrehen. Bis zu der Sekunde bevor du sagen würdest, dass du mich liebst.

Als du mir zeigtest, dass du mich liebst, wollte ich die Zeit anhalten.



Du hattest mich dadurch gezwungen, in mich hinein zu hören. Also tat ich es. Ich stellte fest, dass ich es sehr mag, mit dir zusammen zu sein. Ich fühlte, dass du mein Leben bereicherst durch einfache Anwesenheit. Deine Worte, deine Stimme, deine Mimik und Gestik, alles was mich von dir aus erreicht, lässt mich ganz fühlen. Ich mag es dich anzuschauen, dein Gesicht, deinen Körper. Deine Augen bringen mich zum Schmelzen, dein Blick ganz oft in Wallung. Ich genieße dich in vollen Zügen. Weil du mir gut tust. Weil du meine Seele streichelst und meinen Geist beruhigst. Weil du meinen Körper jubilieren lässt und mich in wahnsinnige Höhen treibst. Ich liebe alles, was du mit mir tust. Doch ich liebe dich nicht deinetwillen.


Derweil ich in mich reinhorchte, zeigte ich dir nicht, dass ich dich nicht liebe. Als ich dir sagte, dass ich dich nicht liebe, aber dennoch mit dir auf diese Weise zusammen sein möchte, weil ich dich mag und ich es liebe, verstummtest du abrupt. Du sagtest, das müsstest du erst einmal verdauen und hattest dir eine Auszeit erbeten.

Ich fühlte, dass mein Leben nicht sinnloser wird durch deine Abwesenheit. Ich fühlte keine Leere ohne dich und ich bin nicht unvollständig, wenn ich alleine bin. Alles wirkte nur etwas ruhiger und ich dachte mit einem zufriedenen Gefühl an dich und die viele schöne Zeit, die wir bisher miteinander verbracht hatten. Es tat mir gut, daran zu denken, meine Seele und Geist waren im Einklang. Ich schlief mit einem anderen Mann und stellte fest, dass mein Körper nichts vermisst und dass hoch, nicht immer hoch genug ist.


Als du dich wieder bei mir meldetest, sagtest du, du würdest es noch einmal mit mir versuchen wollen. Du könntest nachvollziehen, was ich meinte und es sei in Ordnung, dass ich Zeit bräuchte. Du würdest mich nicht bedrängen wollen, denn du liebst mich. Ich fragte dich nach dem Warum und du zähltest mir tausende Gründe für deine Liebe auf. Ich sei der Süßstoff für dein Leben.

Ich erklärte dir, was ich über Süßstoffe weiß. Sie sind synthetisch hergestellte oder natürliche Ersatzstoffe für Zucker, die eine wesentlich stärkere Süßkraft haben. Und ich sagte dir, dass ich genauso empfinde. Du bist der Süßstoff für mein Leben.


Wir beließen es dabei und alles ging weiter wie zuvor. Das Thema Liebe wurde ab sofort vermieden. Du sprachst es nicht an, weil du befürchtetest mich zu sehr zu bedrängen. Ich sprach es nicht an, weil ich keinen Bedarf dazu sah. Doch nach einiger Zeit bemerktest du, dass es dir keine Ruhe ließ und fragtest mich, was für mich Liebe sei.

Als ich dir sagte, dass Liebe für mich Zucker ist, hast du mich verlassen. So hast du es gesagt, doch für mich bist du einfach nur gegangen.

Du hattest niemals das Gefühl, dass ich nicht gleich empfinde, doch das Wissen darum, war für dich unerträglich.

Es war eine wunderschöne Zeit, die wir gemeinsam verbracht haben. Und dafür liebe ich dich. Ich wäre sehr gerne Zucker für dich gewesen.



 

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