Paraphernalia

Sorgen einer Kalbsleberwurst



Etwas in mir ist zerbrochen.

Mein Zuhause ist der Naturdarm, dort fühle ich mich am wohlsten. Das Leben im Kunstdarm ist mir persönlich zu kalt, doch auch das muss es geben. Ich kenne Kollegen, die fristen ihr Dasein in Dosen oder Gläsern. Mich gibt es in grob und in fein. Geräuchert, vorzugsweise über Buchenholz, oder ungeräuchert. Manchmal bin ich sahnig oder mit Schnittlauch gestreuselt. Ach, es gibt mich in so vielen Varianten. Man mag mich oder man sagt mir nach, ekelhaft zu sein. Dazwischen gibt es kaum etwas. Wenn ich einen Nachgeschmack habe, dann nur, weil der Metzger es zu gut meinte, und mein Leberanteil zu hoch ist. Ich leide darunter, verwechselt zu werden: es gibt leider zu viele Trittbrettfahrer, die sich gerne Kalbsleberwurst schimpfen. Daher dieser Text! Es ist mir ein Anliegen, richtig zu stellen, dass eine Wurst aus Schweineleber niemals nie eine Kalbsleberwurst ist. Erklärt sich das nicht von selbst? Ich hatte sogar gegen diesen Missbrauch geklagt, das Ergebnis ist jedoch mehr als bedauerlich; das Urteil ein Hohn und eine Beleidigung meiner Intelligenz. Diese elendigen Nachahmer dürfen sich „Kalbfleischleberwurst“ nennen. In was für einer Welt leben wir eigentlich?



 

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