Puzzlement

Zurück in die Zukunft



Now that the boys are back… I could get into trouble.

Jetzt, da die Jungs zurück sind, muss auch ich zurückkehren. Es sollten nur ein paar Tage werden, aber aus Tagen wurden Wochen, aus Wochen Monate. Eine Zeit durchsetzt von bizarren Augenblicken. Von Tagen, die zu Nächten wurden und Nächte blieben, was sie schon immer waren.

Noch widerwillig und schwermütig klettere ich die schwankende Hängeleiter hinauf. Ich zwinge mich, nicht zurückzuschauen, denn es könnte meinen Weg beeinflussen. Ich könnte stehenbleiben und stundenlang in diesen Krater schauen, darüber die Zeit und die Ankunft meiner Jungs vergessen. Im schlimmsten Fall könnte ich umkehren. Ich halte inne. Allein für diese Gedanken gehöre ich gevierteilt.

Oh, wie gerne würde ich mich wenigstens halbieren, zerteilen. Zwei Leben könnte ich leben und würde doch Eins sein. Innerlich zerklüftet trage ich ein schweres Los. Inzwischen weiß ich, dass sehr viele es aushalten. Es sollte somit auch mir gelingen, rede ich mir ein. Steinige Wege zu gehen ist nicht das Problem. Aus Lügen und Verrat gepflasterte Pfade zu beschreiten ist jedoch ein anderes Kaliber.

Weit oben höre ich sie lachen, Freude liegt in ihrem Stimmen, denn ihre Sehnsucht wird ein Ende haben. Sehnsüchtig lausche ich aber den spannungsgeladenen Tönen unter mir. Ich denke an die hübschen Mädchen und ihre Tänze in der Dämmerung und die wilden Männer, die dazu verrückte Lieder sangen. Ver-rückt. Ja, so fühle ich mich, neben mir stehend bin ich nicht in der Lage vor oder zurück zu gehen. Ich könnte einfach hierbleiben. Zwischen den Welten. Mit der Erinnerung an beide.

Doch Pflichtbewusstsein treibt mich an, zu lange lag es brach und lässt mich einen Fuß vor den nächsten setzen. Die Stimmen unter mir, werden zu Schatten der Vergangenheit, die über mir öffnen Schubladen und zerren Gegenwart und Zukunft hervor. Ein Leben geschenkt zu haben, bedeutet Eines abzugeben. Meines. Wie losgerissen von mir selber stehe ich alleine hier. Und nichts, auch gar nichts, kann mehr zurück zu Dir. Ich bereue. Alles.

Wie ein Phönix aus der Asche steige ich den wunderschön grausamen Schlund hinauf. Kaum oben angekommen empfangen mich zwei starke Arme, küssen mich zärtliche Lippen, signalisiert ein geschundenes Herz Erleichterung und Hoffnung. Zwei kleine Arme, die noch wachsen wollen, umschlingen meinen Hals und ein aufrichtiger Mund versichert mir, mich niemals mehr gehen zu lassen. Mit einem herzhaften Ruck schließe ich das Tor hinter mir. Noch immer nicht ganz ich selbst, betrachte ich drei Menschen bei der Rückkehr in ihr einst selbstgewähltes Leben. Jeder Irrtum bringt mich an ein neues Ziel. Jeder Augenblick ist ein Teil von mir. Ich bereue.

Nichts.



 

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