Inside-Out

RAL 6020 – Chromoxidgrün

Grün! Früher mochte ich dich nicht. Schwarz war meine Farbe. Schwarz war ein Statement und bunt genug. Dann bin ich weitergegangen, vorbei an vielen Farben. Oft waren sie dunkel, höchstens leicht schattiert. Es war ein langer Weg bis zu dir, wusste ich ja nicht, dass ich auf der Suche nach dir war.

Grün, jetzt hast du mich!

Grün! Ich mag dich, wenn du saftig bist. Du schenkst mir Freude und erinnerst mich an Naturverbundenheit. Wenn du saftig bist, möchte ich mich in dir verkriechen.

Lindgrün! So leicht. Zum Davonfliegen. Wenn du lindgrün bist, dann möchte ich träumen und lieben. du streichelst meine Seele und schenkst mir Zärtlichkeit. Ich zergehe in deiner sanften Brise aus Behaglichkeit. Wenn ich schnurre, dann nur mit dir.

Türkisgrün! Dann bist du lebensbejahend. Wenn du türkisgrün bist, fühle ich mich lebendig. Du schenkst mir Zuversicht und Optimismus.

Patinagrün! Dann bist du idealistisch. Du schenkst mir Vertrauen in die Werte, die ich hochhalte und zeigst mir, dass mein Weg für mich der Richtige ist.

Armeegrün! Dann bist du kraftvoll, anpackend. Wenn du armeegrün bist, dann will ich etwas schaffen. Du schenkst mir Motivation und Stärke.

Neongrün! Man nennt Dich auch Reingrün oder Leuchtgrün. Doch ich mag dich nicht, wenn du neongrün bist. Dann bist Du aufgebläht und wichtigtuerisch. Knallst in mein Leben und bringst Dinge durcheinander. Du schenkst mir nichts, du saugst mich aus und raubst mir Energie.

Neonfarben generell. Nein! Das ist so Neunziger und die waren gar nicht grün! Ein Kind der Siebziger darf das sagen. Ewige und endlos erscheinende Sinn- und Selbstsucherei. Man glaubt, man hat sich und kennt das Leben, fühlt sich abgebrüht und unantastbar. Ich habe mich doch bis heute nicht gefunden. „Wer bin ich – und wenn ja, wieviele“… der gern zitierte Buchtitel. Ich mag ihn nicht. Menschen, die ihn zitieren, möchten damit ihrer Verwirrtheit Ausdruck verleihen. Es gaukelt Belesenheit vor. Warum finden sie nicht ihre eigenen Worte? Bequemlichkeit? Für mich sind solche Menschen blau. Blassblau. „Eine philosophische Reise“. Fahrt schon mal vor, ich komme nicht nach. Ich reise nicht mit, bin schon viel länger irgendwo anders unterwegs und singe meine eigene Melodie. Ich male meine Lebensbilder mit den Farben, die mir in den Sinn kommen. Grün ist immer dabei. Und wenn es nur drei kleine Pünktchen sind


 

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