Puzzlement

Er-Regen

Hin und wieder. Regen. Dann und wann.


„Es wird Regen geben!“, haben sie gesagt. „Regen. Hier und da.“


Er liegt auf der bunten Wiese irgendeines Lebens. Jenes Leben, in das er hineingestolpert und in welchem er meistens so etwas wie wenigstens nicht unglücklich ist. Doch hin und wieder will er dort nicht sein.

Dann und wann reißt er hoffnungsvoll seine Lider weit auf und wartet auf den Regen. Erlösende Regentropfen, die an seine Augenfenster klopfen. Er lauscht ihrer Vorhut. Vereinsamte, aber kecke Tröpfchen, die hier und da irgendwo in sein Universum platschen. Sie müssen ganz in der Nähe sein, doch sie treffen ihn nicht.

Die Temperatur fällt und ein kühler Schauer jagt über seine Haut. Wolken ziehen auf und Schatten gleiten über sein Gesicht. Sie erregen ihn und bereitwillig lässt er zu, dass sie sich unter seine Haut fressen.

Dann stellt er sich vor, wie der Regen endlich auf ihn einprasseln, ihn einlullen und wegspülen wird. In das bunte Meer irgendeines anderen Lebens.


„Es wird Regen geben!“, haben sie gesagt. „Regen. Hier und da.“


Doch von irgendwo „dort“, wo er ist, haben sie nicht gesprochen. Er schließt die Augen. Und bleibt. So etwas wie wenigstens nicht unglücklich.


 

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