C/GuestSpot

GuestSpot: Die Lustgrotte

WhoooWhooo!!! 

Hier finden sich dann auch einfach mal Texte von Menschen, die ich sehr mag und die gelesen werden sollten :-)

Daher hier ein HHH (ein Haus, eine Heimat und Hühnersuppe) von mir dafür! Selbstverständlich in Absprache und verbunden mit meinem tiefen Dank ♥

Name des Schriftstellers & SPOT ON: „Aldrig Ensam

>>> SPOT ON >>>



Die Lustgrotte

Mit Facebook ist es doch auch nicht anders als mit dem Saufen. Man postet oder trinkt wieder mal zu viel und hinterher ärgert man sich. Mhm…immerhin kann man ja das Gesoffene/Geschriebene wieder auskotzen/bearbeiten. Wusstet Ihr zum Beispiel, dass Eure eingegebenen Wörter von Facebook gespeichert werden? Oh nein, ich meine nicht das, was nach dem Senden im jeweiligen Chat/Forum/Post steht. Nein, ich rede davon, was Ihr eintippt und eben nicht abschickt.

Also beispielsweise schreibt ein ahnungsloser Tollpatsch – nennen wir ihn Fritz – …

 

Fritz: Hey Babe, komme heute wohl etwas später von der Dienstreise. Kennst ja die DB ;) Kuss

 

Wovon Fritz nichts weiß, ist die Tatsache, dass da eigentlich steht…

Fritz: „Hey Babe, komme heute wohl etwas später von der Dienstreise. Kennst ja die DB ;) Kuss“ Gesendet in der Nähe von Eros Center, Leipzig

 

Was nun in, nennen wir sie Frida (weil „Für Fritz kniet sich die Frida nieder, doch Eros´Mandy kniet in Mieder“ irgendwie rockt), vorgeht, muss nicht detailliert beschrieben werden. Sie schreibt herzklopffingerschwitzendherzzerrüttend zurück…

Frida: „Du seltendämliches Dreckschwein! Wenn Du von Verhütung genauso viel weißt wie vom Messenger-Ortungsdienst, kannst Du Dich auf nuttigen Nachwuchs freuen! Und Du kannst Dir ja denken, was die Schlampe Dir für ihre 9monatige Berufsunfähigkeit abknöpfen wird! Komm mir ja nie wieder unter die Augen, Dü drecküger Schüft. Dein Bruder war mir sowieso immer der Bessere! Auch im B….“

 

Ein Moment der Ruhe kehrt zurück ins Fridas Geleebonbon. Wenn sie ihm nun das mit seinem Bruder schreibt, muss sie sich dummerweise damit abfinden, die moralische Hoheit zu verlieren, nur um ihre Rachegelüste steigern zu können. Ist es das wirklich wert? Will Frida lieber, dass er die schlimmsten Gewissensbisse hat, oder dass er lediglich entgegnen kann „Ja, das wusste ich von Anfang an, das mit Moritz. Was glaubst Du treibt mich denn sonst in die Arme einer ach so seelenlosen Dirne!?“

Frida überdenkt die Zurschaustellung ihrer Gefühle und löscht die letzten 1,5 Sätze und fügt hinzu…

„…drecküger Schüft. Nun werde ich diesen Tag mein Leben lang nicht vergessen. Stets war ich Dir treu bis auf den Tampon. Und nun…nun erweist sich unsere Bindung als Quintessenz einseitiger Treue, Fürsorglichkeit und Herd-Dienerschaft. Keiner mag Dich, denn Deine Seele müffelt nach verlogenem Schwefel. Küsschen“

 

Dies ist der Moment, in dem Frida sich ihren in die Jahre gekommenen Arsch abärgert! DAMMIT! Hat sie doch aus alter Gewohnheit diesen ungefühlten, digitalisierten Mumpitz hinzugefügt! Küsschen…KÜSSCHEN! Der muss doch denken ich bin bekloppt!, brüllt sie ihren Wellensittich an. 

 

Was weder Frida noch Fritz wissen (Mandy sowieso nicht. Die war während des Tumults bereits mit der Beseitigung des…sagen wir Milchbarts – kostet 20€ mehr – beschäftigt), … Herr Zuckerberg konnte alles mitlesen. Und das Wichtigste, nämlich das was man löscht bevor man es sendet, auch. Und DAS ist Gold wert!

 

An dieser Stelle sollte man wissen, dass Herr Zuckerberg wie alle Menschen mit Grips und Gewissen mit einer Gabe ausgestattet ist. Nämlich der Gabe, Dinge differenziert zu betrachten. Also auch sich selbst. Ja sogar distanziert. Dazu bedient sich der Mark zweierlei Dinge. Engel und Teufel, um genau zu sein.

Die setzen sich ebenso wie Fridas Wellensittich auf die Schulter des Herrchens/Frauchens und verweilen da. Während Bubi aber nur die warmen, salzigen Tränen von Fridas glühenden Wangen mit seinem kleinen, sanften Köpfchen trocknen kann, können Marks Homies vielmehr. Mark weint auch gar nicht. Niemand kann Mark zum Weinen bringen. Er ist die ärmste und einsamste Wurst der Welt. Weiß nämlich auch keiner. So!

 

Mark also las sich FritzFridas Sabbeleien durch, konnte sogar Mandy durch die stets aktivierte Handycam (Fritz stimmt dem ja zu beim Download der Facebook-App) auf die abgerammelte Glutealregion glotzen und *pengpuff* erschienen seine Homies.

 

Der Engel sprach (linke Seite, rechts sitzen Engel nie): „Oh Mark. Wie können wir nur diesen armen Geschöpfen helfen? Sagtest Du nicht damals während des Richtfests der Firma, Facebook würde die Welt nicht nur verändern, sondern sogar verbessern?“

Mark: „Jo, Massafakka! Und das haben wir geschafft! Schließlich weiß Frida nun um seine Sünden. Was kann ich dafür, wenn er es nicht mal schafft, unter Einstellungen die Ortungsdienste zu deaktivieren? Schlimm genug, dass er diese abgewrackte Gunstgewerblerin aufbockt! So viel Einfalt muss auch einfach mal bestraft werden.“

In diesem Moment machte es *pling* und nein, nicht der Teufel meldete sich zu Wort. Vor Mark öffnete sich ein Chatfenster. Es erschien eine Nachricht vom Nachtschichtler der NSA-Zweigstelle.

BB John: „Heyho Stecher! Hab das mitgeschnitten mit dem Fritzfrida-Zwist. Und weißt Du was? An genau der Stelle, wo Du glaubst, helfen zu können, erzeugst Du nur blinde Wut.“ Gesendet in der Nähe von Deutscher Bundestag

Mark: „Alter, lass den Quark. Du sollst mich nicht über FB anmampfen!“

BB John: „Gewiss…gewiss. Jedoch, und das sag ich Dir aus großbrüderlicher Liebe, musst Du diesem Ärger ein Ende bereiten. Ist es nicht so, dass die Wut eine Pille ist, die sich der Wütende einverleibt in dem Glauben, den anderen damit zu vergiften?“

Mark: „Alter, was nimmst Du? Egal, nimm lieber die Hälfte!“

BB John: „Ich kann keinen halben Dalai Lama nehmen.“

Angela Merkel: „Hallo Jungs! Ich hab das mitgeschnitten eben.“

Mark und BB John: „WTF!?“

Angela Merkel: „Na mein Mann kennt sich ein wenig aus mit Handy und Glasfaser. Jedenfalls hat er gemeint, Ihr könntet mich ja abhören und alles mitlesen. Und das fand ich total blöd. Plöhöööd! Also gut, na jedenfalls hat er daraus nun ein Heimnetzwerk gemacht und ich kann auch bei Euch mitlesen. Ist das nicht fein? Wenn ich Kontakt aufnehmen will, muss ich mich nur nah genug mit dem Handy an die angeworfene Mikrowelle stellen, auf Bluh-tuhf drücken und 3mal springend bule-bule-bule rufen!“

BB John: „Shit, ich wusste, dass sie den Code knacken wird…“

Angela Merkel: „Jungs, ich sag mal rautemäßig Wayne. Was aber Fritzfrida betrifft, das würde ich ja erstmal aussitzen.“

Engel: „Hallo Angela. Darf ich mich auf Deine Schulter setzen?“

Angela Merkel: „Tut mir leid, da sitzt bereits Guido….Guido? Guidooo!?….mhm…okay, komm rum. Aber kack mir nicht auf die Schulter. Das macht schon Gregor.“

Teufel: „Auf die Schulter? Der hammse doch ins Hirn jeschissen! Ach ja, *pling*, bin ja neu hier. Also Jungs. Zurück zum Thema. Ihr beißt Euch da tierisch fest dran. Damit kommen aber keine Kohlen in´Keller. Also Butter bei de Fische. Wir machen das so. Wir suchen uns etwa 600.000 Facebook-Nutzer  zusammen. Davon sollten möglichst viele geltungssüchtig sein. Also die, welche neben jemand anderem einen Kommentar bei Spiegel-Online posten, den Kommentar des anderen Liken und nachdem beide 27 Likes haben, ziehen sie ihr Like zurück, um mit einem Like Vorsprung besser schlafen zu können. Die anderen sollten einsam sein. So richtig vergessene, eitrige Borderliner mit fettendem Haar. Und dann probieren wir uns ein wenig aus. Vertraut mir.“ *händereib und dreizackwheelie*

 

Und so kam es dann auch. Keine zwei Wochen ist es her, dass bekannt wurde, wie Facebook und auserwählte Wissenschaftler heimlich Hunderttausende Nutzer manipulierten. Der einen Hälfte wurde nur gutes Newsfeed aufgetischt und der anderen eben negatives.

Das sah in etwa dann so aus…

 

Schantall, Freitag 9:26Uhr „Mein Hamster ist letzte Nacht gestorben“bedrückt

Bärbel, Freitag 11:17Uhr „Mein Mann ist letzte Nacht gestorben“hüpfballend

 

Eurer Empathie traue ich zu, den jeweiligen Wirkungsgrad der beiden Posts unterscheiden zu können. 

 

Was allerdings keiner wusste…ich hatte Geburtstag. Nee, also das wusste jeder. Facebook-rechts-oben-samt-Geschenkpaket-Icon sei Dank. Keiner wusste, was ich weiß. Und ich verrate es an dieser Stelle.

Als ich am Morgen des besagten Tages aufwachte, zu mir heruntersah, mir selbst sagte „hartes Alter, Alter!“, da ging ich natürlich nicht ins Bad um mir das Gesicht zu waschen. Nein, ich musste noch im Bett überprüfen, ob und wer und wieviele Freunde meiner überhaupt gedachten.

WLAN an, Flugzeugmodus aus, Warten auf Netz und ab ins Facebook. Und dort stand es…

Hallo Aldrig, 23 Freunde haben Dir zum Geburtstag gratuliert. Klicke, um die Nachrichten zu öffnen

 

Ich so „Geil!“ und alle so „Yeah!“ und dann klickte ich. Und tätärätäää….da waren sie. 23 Nachrichten…nur um mich zu beglückwünschen!

Bei näherer Betrachtung jedoch…Moment mal…da steht…da steht doch… Die Nachrichten sind vom letzten Geburtstag. Das ist letztes Jahr, sagte ich laut zum Schlafzimmer. Ich kratzte mir grummelnd die güldenen Augenpopel der Nacht heraus und sagte nur Pffft, und stand auf.

Spätestens beim Kaffee kam es mir. Aber ordentlich. Also eine Idee. Die Erleuchtung. Die Eingabe.

Wenn Facebook diese Experimente mit den Usern macht…welche Gruppe von Menschen ist denn am ehesten anfällig für Stimmungen zwischen Sack und Kopp?….Klar, die bekloppten Geburtstagswunschbettler!

Und damit nicht genug! Wie sollen denn Zuckerberg + Professoren meine sich dadurch entstandene Stimmung erkennen? Was bringt das Experiment ohne Ergebnisse?

Ganz einfach. Zuerst wurde uns allen weißgemacht, dass eine Handycam mit Lächelerkennung das Leben leichter mache. Man lächelt in die Kamera und die knipst auch schon drauf los. Hat in letzter Zeit mal jemand ein Foto gesehen, auf dem ein Autist abgebildet ist? Denkt mal drüber nach.

Als nächstes erlaubten wir dem Facebook-Team, mit dem Download alle Rechte abzutreten. Selbst wenn das Handy im Standby verweilt, können Kamera und Mikro aktiviert werden.

Und nun addiert mal…

 

   Geburtstag

+ Reaktion

+ Lächelerkennung

+ Kamera-Fremdüberwachung

= Holy Shit

 

Um mehr als nur ein Lächeln von einem Grummeln differenzieren zu können, wurde in die Lächelerkennungssoftware ein auf die Lippenform bezogenes Konkav-/Konvex-Gradationsprogramm installiert und…ach Ihr seid sowieso Noobs.

 

Bloß gut, dass man drüber lachen kann, wenn man machtlos ist. Das erhält den Stolz. Kommt beim Angreifer dennoch naiv rüber.

 

Und da fragt sich vielleicht noch das ausgekochteste Schlitzohr unter Euch….mhm, schön und gut. Nich mehr onanieren am Handy, check. Nich mehr den Penis fotografieren, check. Aber halt….warum trägt diese mit Emotionen und Entfesselungen vollgepappte Story den Namen Die Lustgrotte?

Gut, dass Du fragst. Es verhielt sich folgendermaßen.

Als ich mir meinen Kaffee kredenzte und noch immer ziemlich aufgewühlt war, besuchte ich Balkonien.

Dort wollte ich zur Ruhe kommen. Problem dabei sind nur diese ständig vor sich hin brabbelnden Radfahrer auf dem Weg.

In der Regel schreien sie sich den ganzen Tag an.

Vorderer Fahrer: „Wo laaang!?“

Hinterer Fahrer: „Räääschz!“

Ich verstehe bis heute nicht, warum nicht der Ortskundigere vorn fährt.

Wie dem auch sei. An diesem Vormittag verhielt es sich anders. Eine Kleinfamilie, also Mann mit lichter Hautkippa + Frau mit zunehmendem Drift in die Welt der Gravitationskraft + Schreihals allerfeinster Arschlochkind-Klasse.

Sie kommen dahergeradelt…

 

Arschloch: „Mama, was is da in der Höhle wo wir hingehn tun?“

Mama: „Darin befindet sich eine Grotte!“

Papa: „Eine Lustgrotte!“

Arschloch: „Was ist eine Lustgrotte?“

Mama: „So, hier räääschz!“ ….und rettete somit die Situation.

 

Und wie es der Zufall wollte, erschienen diese lustigen Gestalten dieser Tage erneut. Kein Witz. Man lese und staune.

Vater fährt vor, Arschloch hinterher, Mama mit 10 Meter Verspätung, jedoch Geschwindigkeit aufnehmend und wohlig lüsternd hüftschwingend.

Mama: „Aaachtuuung, die Mama kooommt!“

Vater (ungefragt) : „Seit wann das denn?“

Arschloch: „Waaas?“

Mama: „Hörst Du wie die Mama kommt!?“

Vater (nun in Stimmung): „Sicher nicht.“

Mama: „Sach ma…geht´s?“

Arschloch: „Räääschz!“

 

Nun habt Ihr´s. Das war Ausgangspunkt für den hiesigen Wisch.


Nachbemerkung:

Fröhlich fummelnder Fritz hat entgegen aller Vermutungen sehr wohl die Ortungsdienste deaktiviert. Er konnte nur nicht ahnen, dass Facebook ein ganz besonders großes Auge auf Leute wirft, welche zwar öffentlich angeben, verheiratet zu sein aber dennoch Wert darauf legen, die Ortungsdienste abzustellen.



>>> Berge von Fanpost bitte an >>>

engelke.christian@gmx.de oder via FACEBOOK ;-)

ALDRIG ENSAM


 

 

 

 

 

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