GuestSpot

-x–- literaturlinie -x–-

MEIN ERSTES MAL

Es war ein trüber, regnerischer Frühsommerabend im Juni des Jahres 2014. Ich dachte „Ich werde ganz sicher sterben!“, und schimpfte mich direkt selbst aus für diesen fahrlässigen Gedanken. Jedenfalls ergab es sich, dass ich einen meiner Texte öffentlich lesen durfte und doch, ich bleibe dabei: innerlich bin ich bis zu diesem Moment schon ein wenig abgestorben.

Rückblende:

Seit 2 Jahren fahre ich immer wieder von Herzen gerne mit der Literaturlinie. Wer die  kleinste, bescheidenste und schönste Seite der Welt nicht kennt, darf sich gerne ein bisschen schämen. Aber es lässt sich Abhilfe schaffen, dafür bin ich ja da:

  – x – – literaturlinie – x – –

LIT(KLICK aufs Bild zum Vergrößern)

Ich beteilige mich mit meinen Texten dort unter dem Namen Mistress und bin sehr happy dort aufgeschlagen zu sein. Einige meiner Texte, die ich dort einreichte sind u.a. auch hier zu finden. Hin und wieder, leider noch viel zu selten, heißt es:

DIE    -x–- literaturlinie -x–-    LIEST

So zuletzt geschehen im Rahmen eines Wettbewerbs der Extraschicht zum Thema “Über Unterwelten” und einer Veranstaltung im LWL-Industriemuseum in der Zeche Zollern in Dortmund: „Nacht über Unterwelten – Bergbau-Geschichte(n) in fantastisch-höllischer Atmosphäre. Erleben Sie Unterwelten über Tage, lassen Sie sich von Feuerspielen, Satire und Lesungen verzaubern und tanzen Sie zu feurigen Klängen.“

Zu dem Wettbewerbsthema reichte ich meinen Text „Mehr Meermenschen“ ein. Des weiteren, und zwar leider zu spät (Argh…) meinen Text „…vom Halbdunkel ins Morgengrauen„. Das Thema Unterwelten setzte mich erstaunlich unter Druck, fiel mir elendig schwer und ich brachte es nicht wirklich auf die Reihe, wer hätte das gedacht… Ich vermute, hätte das Thema gelautet „Schreibe auf gar keinen Fall etwas über Unterwelten“ wäre mir was ordentlich Hübsches rausgeflutscht. Aber das macht alles gar nichts, denn: Das war das Ergebnis, nochmals herzlichen Glückwunsch an die drei von mir sehr geschätzten und lieb gewonnenen Autoren:

Forst SuSa ♥ Marina ♥ YEAH!!!

LIT1

LIT2

Mit beiden Texten konnte ich also quasi keinen Blumentopf gewinnen, jedoch die Einladung auf der Lesung ebenfalls einen Text vortragen zu dürfen. Dies erfuhr ich relativ kurzfristig und vielleicht war das auch gut so, denn die zwei, drei Stunden vor meinem Beitrag waren innerlich schon aufreibend genug. Heute kann ich das selbst kaum noch nachvollziehen, denn: Es ist ja alles halb so wild. Ich bin nicht gestorben, auch wenn es sich ansatzweise so anfühlte, als sei ich definitiv bereits munter dabei in diesem berühmtberüchtigten Tunnel mit dem Licht am Ende herumzuwatscheln. Es erklärt vielleicht auch, warum ich zum Zeitpunkt, als ich eigentlich lesen sollte, noch auf der Pipibox verweilte, weil ich das zur Tilgung meiner Aufregung eilig hinuntergekippte Bier erst noch wegbringen musste und somit zum Glück noch etwas Zeit herausgeschunden hatte um runterzukommen. Also auch mal zum Atmen und so.

Die Lesung fand in einen schnuckeligen, eigens für die x–- literaturlinie -x–- errichtetem Pavillon statt. Vorgelesen…LIT3Tatsächlich kann ich mich nicht mehr daran erinnern, wie es mir gelungen ist, den langen, steinigen Weg bis zur Schlachtbank zum Lesepult zurückzulegen, Platz zu nehmen und einen freundlichen (so hoffe ich) Blick ins interessierte Publikum zu werfen. Das nächste an was ich mich erinnere ist einfach: ich las.

Ich neige zum Davonlaufen, so auch beim Lesen und ich musste mich zunächst höllisch konzentrieren nicht zu schnell zu lesen. In ein Mikro sprechen ist auch nicht gerade meine Lieblingsbeschäftigung, es sei denn ich habe Hochprozentiges im Blut und es geht um Karaoke singen. (Das geht immer und ist echt ein Erlebnis mit mir, also wer Lust hat sich fremdzuschämen, darf mich gerne einmal dabei begleiten.)

Ich muss dazu sagen, dass der Stil meines vorgetragenen Textes nicht so recht in mein Standardrepertoire gehört, zumindest nicht in dieser Schwere. Ich hatte das Vortragen nicht geübt, den Text mir nur selbst im Stillen 2-3 mal vorgelesen. Deshalb fand ich es ganz erstaunlich, dass ich beim laut Vorlesen ein wenig überrascht von mir selbst war („DAS habe ICH geschrieben?“) und einige Passagen erst genau in diesem Augenblick selbst richtig verstanden habe. Das war ein absurdes Gefühl, aber es berührte mich auch. Für einen Moment nahm ich noch wahr, dass es unglaublich still war und außer meiner eigenen Stimme hörte ich nur hin und wieder das Klicken von Fotoapparaten oder Handys. Aber dann bin ich doch recht schnell abgetaucht und plötzlich… war es schon wieder vorbei!

Hui, war das aufregend! Ich soll das wohl nicht sooo schlecht gemacht haben, aber ich sollte am Tempo und besonders an der Betonung arbeiten. Da bin ich in der Tat gehemmt, da ich nicht klingen möchte, wie eine Kindergärtnerin die eine Geschichte vorliest. Da käme ich mir albern vor.

Nun, das war „mein erstes Mal“ vor einem mir völlig fremden Publikum. Es war halb so wild, aber dafür doppelt so toll, dabei sein zu dürfen. Ein schöner Abend mit tollen Geschichten, wunderbaren Menschen in einer schönen Location.


Wer Lust und Interesse hat ist herzlich eingeladen bei der Literaturlinie mitzufahren. Das neue Thema „Beim Hinsetzen Gescheitert“ wartet schon! Ich habe bereits etwas eingereicht, was glücklicherweise auch angenommen wurde, nicht wahr? Wie das alles funktioniert, die Hausordnung und natürlich das Herz der Literaturlinie – DIE GESCHICHTEN –  sind hier zu finden:

– x – – literaturlinie – x – –

Liebe Grüße dorthin, besonders an die beiden verrückten Erfinder der kleinsten, bescheidensten und schönsten Seite der Welt, Robert & Michael, sowie an meinen YoYoYoBro Forst, der nebenbei erwähnt, derjenige welche war, der mich vor mehr als zwei Jahren auf die Reise mit der Literaturlinie eingeladen hat! Vor allem aber ist er auch derjenige welche, der ein Buch herausgebracht hat. Einfach so! Es trägt den herrlichen Titel „Fast alle Kurzgeschichten, die ich jemals geschrieben habe (Band 3)“ und ich lege es der ganzen wilden Welt so sehr ans Herz, wie ich Forst seit wir uns kennen zu Füßen liege! Wer an diesem Meisterwerk interessiert ist, darf sich gerne an die Literaturlinie wenden, wo man sich auch ein Bild über sein Schaffen machen kann.

Es folgen einige Eindrücke der kleinsten, bescheidensten und schönsten Lesung dieses Jahres:

20140628_191250Literaturschicht im Schacht – zum Glück nur daneben


20140628_191923Der Sieger: FORST

Trägt seinen Text freestyle vor?

Mikroprobe One, Two, Three?

Man weiß es nicht, man munkelt nur…


20140628_192013Forst & Mistress…

Was soll ich sagen…

*sing*

Two hearts… Believing in just one mind…

Beating together… ‚till the end of time… :-)


20140628_193657 One of the bosses:

Sir/Mister/Master TreborFaust

AKA Arthur D. Flint

* Michael *

Er streichelt und haut mich hin und wieder…

… und ich finde das ganz wunderbar!

(Hübsches Beispiel zum aktuellen Thema)


20140628_203827Teamwork!

JanMaas – CrazyMan WhoooWhooo

&

Forst


20140628_223332Und dann wurde es Nacht…


20140628_222933SuSa

Mo_chroi!

Meine zärtlichste und dunkelste Versuchung…


IMG-20140718-WA0001Das war dann wohl ich beim Lesen…


20140628_222808Das war dann wohl ich NACH dem Lesen.

Ich brauchte einen Beweis, dass ich noch lebe…

JanMaas & Mistress


20140628_224755Claudia

Meine Frau Wunderbar!

Eine Wortmenschin durch und durch…

Und ein krönender Abschluss der Lesung!


Und das war es auch schon. Leider fehlen Fotos von Robert und Marina, deren Beiträge, wie die aller anderen, einfach großartig waren. Das wird spätestens bei der nächsten Lesung nachgeholt! 20140628_225150

CU @ x–- literaturlinie -x–-


Advertisements

4 Kommentare zu “-x–- literaturlinie -x–-

  1. daran, dass man NICHT stirbt, egal wie sehr es sich danach anfühlt, daran werde ich versuchen zu denken, wenn die reihe irgendwann mal an mich kommen sollte (hoffentlich). nochmal herzlichen glückwunsch!!

    Gefällt mir

    • Das bringt dir gar nix, wenn du denkst, ach die Mrs. ist ja auch nicht gestorben :-) Ich glaube, da muss man einmal durch um es selbst zu fühlen und dann glauben zu können. Hihi, sorry :-) Abgesehen davon gehe ich fest davon aus, dass du früher oder später mit deinem Roman auf Lesereise gehen wirst! Juchhu!!

      Gefällt mir

  2. Glückwunsch!
    Irgendwann ist immer DAS ERSTE MAL und du warst ja in bester Gesellschaft.
    Hätte, hätte Fahrradkette, aber vielleicht – wenn ich es denn gewusst hätte – dann wäre ich vielleicht aufgetaucht und danach ein neues „Blattrauchen“ darüber geschrieben.

    Gefällt mir

°Kommentar °Kritik °Anregung... Very Welcome ♥

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s