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Freddy [V1]

Natürlich war Freddy kein Zwerg, aber alle nannten ihn so. Er war lediglich kleinwüchsig. Dieses Schicksal machte ihn so widerlich.


Als Freddy heranwuchs und sein Gehirn im Alter von etwa vier, fünf Jahren das Bewusstsein und Erinnerungsvermögen offiziell als eröffnet erklärt hatte, merkte Freddy schnell, dass er anders war, als die anderen Kinder. Abgesehen davon, dass sein Körper das Wachsen eingestellt hatte, und er im wörtlichen Sinne gar nicht mehr heranwuchs, sondern nur noch reifte, fand er sich mit abartigen Gedanken spielend vor. Sie handelten davon, Fliegen die Flügel auszureißen, Frösche aufzublasen, Katzen am Schwanz umherzuschleudern und kleinen Salamandern bei lebendigem Leib den Bauch aufzuschneiden. Es blieb nicht bei den Gedanken, denn Freddy war ein Zwerg der Tat. Seine Mutter Holla, die Waldfee, war entsetzt darüber, doch ihre Natur verbot es ihr, ihn zu bestrafen. Sie fand außerdem, ein Kind, das vaterlos aufwachsen musste, wäre bereits genug gestraft. Stattdessen versuchte sie Freddy verständnis- und liebevoll zu erklären, dass sein Benehmen hässlich, herzlos und unangemessen sei.

Unangemessen war vor allem Freddys Verhalten während dieser Gespräche. Er schaute seiner Mutter nicht ins Gesicht, sondern fixierte ausschließlich ihre Brüste, währenddessen ihm für ihn noch unerklärliche Gefühle durch den Körper fuhren. Dieser Sache musste er auf den Grund gehen. So schlich er sich des Nachts mit diversen zuvor eingesammelten Utensilien ins Badezimmer. Er fackelte nicht lange, zog sich aus und begann sofort mit einem scharfen Küchenmesser seine Brust aufzuschneiden und die Stelle, wo er das Herz vermutet hatte, freizulegen. Dann holte er hervor, was er dort vorfand. Fasziniert untersuchte er den Wurzelstock eingehend, der ihn an Ingwer erinnerte und der sogar einen ähnlichen Geruch verströmte. Ausführlich betrachtete er den Stumpf von allen Seiten und dachte, wie klug seine Mutter doch war, die ihm ja bereits Herzlosigkeit bescheinigt hatte. Vorsichtig legte er den Ingwer zurück in seine Brusthöhle und begann die Wunde zu verschließen. Er entschied sich für einen schwarzen Faden, den er nervös in das Nadelöhr einzufädeln versuchte, was nicht so einfach war, weil seine kleinen Händchen so sehr zitterten. Er wusste gar nicht warum, es war doch alles in Ordnung. Aber irgendetwas geschah erneut in seinem Körper, was er nicht zuordnen konnte. Er schaute an sich herab und bekam einen riesigen Schreck, als er sah, dass sein kleiner Pipimann gar nicht mehr so klein war. Stattdessen reckte er sich keck in die Höhe und wackelte aufgeregt hin und her, als wollte er ihn begrüßen. Nervös verschloss Freddy die Wunde, er wollte sich so schnell wie möglich dieser Merkwürdigkeit widmen. Seine Gedanken rasten und er befürchtete vielleicht krank zu sein. Obwohl er seinen Penis gründlich untersuchte, konnte sich Freddy das Phänomen in dieser Nacht nicht erklären, zumal es nach wenigen Minuten wieder verschwunden war.

Jedoch trat es von da an immer wieder auf, insbesondere wenn seine Mutter das erzieherische Gespräch mit ihm suchte oder, und das war neu, wenn er mit Lolo, der Nachbarsgöre oder anderen kleinen Mädchen spielte. Freddy erkannte den Zusammenhang, allerdings wusste er nicht, welchen Zweck diese körperliche Reaktion verfolgte. Er beobachtete genau, was dort unten zwischen seinen Beinen geschah, und stellte fest, dass sein Penis im Gegensatz zu seinem restlichen Körper, das Wachstum offenbar nicht einstellen wollte. Er war sehr beeindruckt davon, vor allem, wenn dieses Stück Fleisch während seiner nächtlichen Untersuchungsrituale vor seinen Augen anschwoll, prall und hart wurde und sich zu seiner wahren, finalen Größe vor ihm aufbaute.

Freddy wurde älter, wenn auch nicht größer, und reifte zu einem prächtigen kleinen Zwerg heran. Selbstverständlich war er der Spottvogel seiner Mitschüler und wurde von allen drangsaliert. Aber er ließ sich niemals unterkriegen. Gelassen ertrug er die Hänseleien und schoss zurück, setzte sogar immer noch einen drauf. Doch der Hass zerfrass ihn innerlich. Freddy wurde eklig, sein Verhalten von Tag zu Tag widerlicher. Die Spötteleien der anderen verstummten bald, es machte keinen Spaß mehr ihn aufzuziehen. Stattdessen schlich sich bei vielen so etwas wie Furcht Freddy gegenüber ein. Man ging ihm jetzt doch lieber aus dem Weg, diesem kleinen Giftzwerg. Insbesondere die Mädchen mieden ihn, was für Freddy ein kleines Drama war. Doch er wartete ab, instinktiv wissend, dass seine Zeit schon kommen würde. Das sagte ihm jede Nacht sein kleiner großer Pipimann.

Es sollten noch einige Jahre vergehen, bis es soweit war. Freddy war jetzt ein Mann. Noch immer ein Zwerg, aber ein Mann. Sein Penis war dann doch irgendwann nicht mehr weitergewachsen, aber immerhin war er inzwischen länger als sein Unterarm und das ist bei einem Zwerg eine enorme Größe. Er hatte Mühe ihn in seinen Hosen unterzubringen und wenn er anschwoll, passierte es schon einmal, dass die Naht seiner Hose aufplatzte.  Inzwischen lebte er alleine in dem kleinen Haus. Seine Mutter war offiziell an Herzversagen gestorben, inoffiziell an Herzverlust. Als er sie damals aufgeschnitten hatte, um nachzusehen, ob er vielleicht noch etwas für sie tun könnte, hatte er nämlich überraschender Weise ebenfalls kein Herz vorgefunden, sondern nur einen wunderschön marmorierten Stein. Freddy gab ihm einen Ehrenplatz auf dem Kaminsims.

Nebenan wohnte noch immer Lolo, inzwischen zu einer wunderhübschen jungen Frau herangewachsen, die ihn trotz seiner abstoßenden Art respektvoll behandelte. Lolo war gut erzogen und für sie war es selbstverständlich, dass sie ihrem Nachbarn tolerant entgegenkam, obgleich sie sich ein wenig vor ihm fürchtete.

Freddy versuchte freundlicher zu ihr zu werden, denn er hatte längst gelernt: von nichts kommt nichts. Und er musste endlich einmal kommen. In einer Frau. Er wusste, dass alle anderen in seinem Alter schon lange ihren Trieben frönten. Auch Lolo und sie, nur sie war sein Begehren. Während der Unterhaltungen mit ihr über den Gartenzaun hinweg, fiel es ihm sehr schwer, seinen Blick nicht ständig über ihren prächtigen Vorbau schweifen zu lassen.

Erstaunlicherweise entwickelte sich irgendwann tatsächlich eine Freundschaft zwischen den beiden. Zwar wurde Lolo nun damit aufgezogen, was sie denn mit diesem Zwerg wolle, aber sie ließ sich davon nicht beeindrucken. Es gelang ihr schließlich sogar, Freddy in ihren Freundeskreis zu integrieren. Er benahm sich und wurde bald von allen mehr oder weniger akzeptiert. Freddy beeindruckte sie mit seinem Humor und seiner Eloquenz, ständig brachte er sie zum Lachen. Die Frauen kicherten und die Männer klopften ihm lachend auf die Schulter. Freddy blühte auf.

Seine neuen Freunde fanden ihn insgeheim nach wie vor ein wenig eklig, aber sie schauten darüber hinweg und insbesondere eine Frau, ihr Name war Rosalie, entwickelte ein besonderes Interesse an ihm. Irgendetwas an ihm machte sie an und bald hatte sie für sich herausgefunden, dass es sie ziemlich aufgeilte mit Freddy zusammen zu sein und mit ihm über seine derben Witze zu lachen. Sie sah genau, dass sein Blick dabei immer auf ihre Brüste gerichtet war, die frech wippten, wenn sie lauthals loslachen musste. Sie wollte ihn, diesen kleinen verdammten Zwerg. Sie wollte bald nichts anderes mehr, als einmal in ihrem Leben von Freddy bestiegen zu werden.

Und so geschah es. Freddy hätte sich zwar gewünscht, dass es Lolo gewesen wäre, mit der er sein erstes Mal erleben würde, aber er konnte auch nicht nein sagen, als Rosalie sich dermaßen anbiederte. Und vielleicht wäre es nicht das verkehrteste, wenn er zunächst ein bisschen üben würde, mit seiner Fleischpeitsche umzugehen. Und er peitschte Rosalie gehörig aus. Ein großartiges Vorspiel gab es nicht, dazu waren beide viel zu geil. Rosalie hatte sich natürlich darauf eingestellt, dass er es ihr sicher nicht allzu gut mit seinem Zwergenpenis besorgen würde. In ihrer Phantasie hat er sie stattdessen leckend, sie aufrecht, er zwischen ihren Beinen stehend, von einem zum nächsten Orgasmus gejagt. Aber ohja… er jagte sie nun. Arglos hatte sie ihn auf sich klettern lassen, es war zu dunkel als dass sie sein Prachtstück vorher hätte erkennen können. Sie schrie auf, als er in sie eindrang und begann, sie wie ein Großer um den Verstand zu ficken.

Natürlich konnte Rosalie dieses Erlebnis nicht für sich behalten, für sie war es der bis dahin beste Fick ihres Lebens gewesen. So kam es, dass Freddy bald Wartenummern ausgeben musste. Alle Frauen der Stadt wollten von ihm bestiegen und endlich einmal so richtig durchgevögelt werden, denn Freddy leistete ganze Arbeit mit seinem Riesenprügel. Er suhlte sich indes in seinem Ruhm und genoss die Aufmerksamkeit in vollen Zügen. Er nannte sich selbst insgeheim „den Stecher der Nation“. Ja, wer hätte das gedacht, dass aus Freddy einmal so ein verfickt geiles Kerlchen werden würde. Gut, hier und da bekam er auch mal eins in die Fresse, denn es waren natürlich nicht nur die Singledamen, die um einen Termin bei ihm baten. Doch damit konnte er leben. Lolo war aus seinem Bewusstsein verschwunden.

Eines Tages, Freddy war gerade in der Stadt unterwegs und bog um irgendeine Ecke, als er plötzlich in zwei wunderschöne Augen blickte. Freddy war völlig perplex, als er merkte, dass er sich dafür nicht den Hals verrenken und den Kopf nach oben reißen musste. Vor ihm stand eine bezaubernd hübsche Kleinwüchsige, die ihn ebenfalls mit vor Erstaunen weit aufgerissenen Augen anstarrte. „Oh!“, sagten beide gleichzeitig und mussten daraufhin anfangen zu lachen.

Lucy war neu in der Stadt und wusste nichts von seinem wilden Leben. Von da an verbrachten die beiden viel Zeit miteinander und Freddy gab seine bisherige Berufung auf. Viel lieber war er mit seiner neuen Bekanntschaft zusammen. Erneut blühte er auf, nur diesmal auf eine andere Weise. Irgendwann verspürte er das Bedürfnis etwas zu tun, was er zuletzt als kleiner Junge getan hatte. Er wollte die sich inzwischen angeschlichene Ahnung bestätigt wissen. Sein Puls galoppierte ihm fast davon, als er seine Brust, entlang der kaum noch sichtbaren Narben, erneut aufzuschneiden begann und freilegte, was er erwartet hatte: die Ingwerwurzel war verschwunden. Stattdessen schlug ein wunderschönes und kräftiges Herz in seiner Brust. Er wagte nicht, es zu berühren oder gar heraus zu holen, sondern verschloss das Loch vorsichtig wieder mit Nadel und Faden. Als er danach in den Spiegel schaute, fand er sich lächelnd und verträumt vor. Lucy. Mit Lucy würde er den Rest seines Lebens verbringen wollen. Auf Augenhöhe.

Auch Lucy empfand inzwischen tiefe Gefühle für Freddy, die längst über rein freundschaftliche hinausgingen, und so wurde übergangslos ein Paar aus den beiden. Gesucht und Gefunden. Bis zu jenem Abend, als die beiden sich das erste Mal auch körperlich nähern wollten. Zum Glück hatte Freddy Riechsalz im Haus, denn Lucy war tatsächlich in Ohnmacht gefallen, nachdem sie seinen, in ihrer Welt megariesigen Monsterpenis, zu Gesicht bekommen hatte. „Meine Güte, Freddy! Was ist das?“, rief sie aufgebracht. „Wie stellst du dir das vor? Der passt niemals in mich rein! Freddy!!“

Sie versuchten alles Mögliche, aber Freddys Schwanz würde niemals in ihre kleine Zwergenmumu passen, das war beiden schnell klar. Sie versuchte einen Blowjob, aber auch das würde für sie nur mir tief eingerissenen Mundwinkeln enden, falls sie nicht vorher an seinem Penis erstickt sein würde. Ratlos und schweigend lagen sie nebeneinander. „Ich schneid ihn einfach ab, Lucy!“ sagte er plötzlich aufgeregt. „Schau nicht so verwundert, das geht! Und das mach ich auch! Jetzt!“ Freddy sprang auf, holte das altbekannte Küchenmesser, Nadel und Faden und schnitt sich vor Lucys entsetzten Augen ein paar Zentimeter seines Penis ab, vernähte ihn und präsentierte ihr stolz sein Werk. „Freddy“, sagte Lucy mit belegter Stimme: „Das bringt uns gar nichts. Schau doch. Er ist jetzt zwar kürzer, aber immer noch genau so breit. Am Umfang hat sich doch gar nichts geändert“. „Du hast Recht. Wie dumm von mir. Moment…“ Bevor Lucy eingreifen konnte hatte er das Messer schon wieder in seiner Hand. Diesmal schnitt er längs einen langen Streifen ab, vernähte die Wundränder und rief: „So! Jetzt aber! Oder? Lucy?“ Lucy war verschwunden.

In dieser Nacht schoss Freddy sich die Lichter aus. Er verfluchte sich und sein bizarres Schicksal. Als er nach durchsoffener Nacht am Morgen erwachte und Lucy nicht zurückgekehrt war, entschied er sich, dem Ganzen ein Ende zu bereiten. Als erstes aß er seinen verfluchten Penis und arbeite sich von da aus vor, um den Rest seiner selbst zu verspeisen.

Lucy kam dann doch wieder. Zu sehr hing sie an Freddy, vielleicht würden sie gemeinsam ja doch irgendeine Lösung finden und Sex war ja auch nicht das Wichtigste im Leben, redete sie sich ein. Aber Freddy war nicht mehr da. Sie suchte in allen Räumen, rief nach ihm, hielt Ausschau nach einer Nachricht. Hilflos und verzweifelt ließ sie ihre Augen durch das Zimmer streifen, in dem sie ihn zuletzt gesehen und verlassen hatte. Ihr Blick fiel auf etwas Seltsames am Boden, was sie zuvor in ihrer aufgeregten Sucherei übersehen hatte. Sie lief hin und hob es auf. Lange hielt sie es in ihren kleinen Händen, schmiegte es an ihre Brust, hauchte zarte Küsse darauf, während Tränen sturzbachartig aus ihren Augen sprudelten. Dann ging sie langsam in das andere Zimmer und legte den rauen Stein fast bedächtig und sehr liebevoll direkt neben den anderen auf den Kaminsims. Dann suchte sie das Messer, fand es und schnitt sich ohne zu zögern die Brust auf, holte ihr golden schimmerndes Herz heraus und legte es ebenfalls dort ab. „Das ist doch, was du suchtest nicht wahr? Mach‘s gut, Freddy…“ flüsterte sie und verschwand.



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