♠ ♥ ♦ ♣

Countdown: Dein Glitzermassaker …

… erhellt die Nacht und verwandelt sie in einen Regenbogen. Im rechten Winkel deiner Augenblicke schimmern seit Jahrzehnten alle Farben dieser Welt. Das schwere Tor dahinter erkennt niemand und die Wendeltreppe in den Abgrund hat niemals eine Menschenseele betreten. Es ist an der Zeit, den Schatz zu heben. Und das Schlummern hat ein Ende.

Du bist mir so nahe. Aber ich reise einmal um die Welt, um bei dir anzukommen. Dort, wo du schlummerst. Durch braunes Geäst schaue ich in deine Ferne, schneeweißfluffige Schäfchenwolken auf hellblauem Grund. Du blendest mich mit deiner Sonne. Du Goldstück.

Ich erinnere mich nicht, aus welcher deiner Körperöffnungen dein Saft zuerst floss. Schwarzer Sud wie Pech und Schwefel. Alt, stickig, verdorben. Regenbogenfarben waren gestern. Du ziehst es durch, dein inneres Deluxegemetzel. Und ich soll dein Zeuge sein. Es sprudelt aus deinen Augen, deiner Nase, deinen Ohren, deinem wunderschönen Mund. Da ist kein Schatz. Nicht aus deiner Perspektive. Du badest mich in deinem Herzblut. Ich lasse es zu. Solange es fließt, ist es noch nicht vorbei. Egal, ob rot oder schwarz.

Deine schwarze Brühe schwemmt meinen Geist ins Nirgendwo und treibt mich so weit fort von dir, dass ich dich jederzeit vergessen könnte. Würdest du nicht am Ende jeder meiner Wege auf mich warten. Hirnassimilation. Dass dein Rot zu Schwarz geworden ist, bedeutet nicht, dass wir nicht gemeinsam Weißbunt sein könnten. Zeit kann uns zur Leinwand machen und in Dunkelheit ist Eisgrau die hellste Farbe. Kein Grund Herzen zu zerfetzen. Sie schimmern doch so wunderschön. Dead, but delicious.

Eine Schale nach der anderen pellen wir uns ab. Und bringen uns zum Vorschein. Hirnapokalypsen enthüllen niemals gute Götter. Ganz gleich, wie wunderschön sie anfangs funkeln.

Ein Ruck der Gewalt rast durch unser Seelenheil. Abwärts. Zurück nach oben geht es nur, wenn wir uns verbiegen. Und das tun wir doch schon so lange. Die Richtung haben wir uns selbst ausgesucht. Vollvermummt schneiden wir uns in Scheiben. Gemächlich. Liebevoll. Eindringlich. Aber die Herzen müssen unversehrt bleiben, sie schlagen so hübsch und verlässlich in ihren sorgsam hergerichteten Beeten. Hoffnung. Aberglaube. Irrsinn. Vielleicht hat sich unser Verstand irgendwo dazwischen versteckt. Zartbitterbunte Augäpfel, die sich unendlich tief treffen, starren sich an. Hohl. Leer. Selbst verdaut. Verwesendes Bewusstsein nährt uns seltsam bereichernd durch die Nabelschnur der selbstgewählten Finsternis, die früher einmal Zukunft hieß. Sterben hier, ist Wiedergeburt dort. Nie fühlten wir uns lebendiger. Auf Zeit. The world’s a stage and each must play part.

Wir spielen ganz bezaubernd im Labyrinth der Möglichkeiten. In Sturmmasken. Nackt bis auf die Knochen. Betäubend schön. Und der Vorhang ist noch nicht gefallen. So viele Spieglein, Spieglein an der Wand. In einem werden wir uns wiedersehen. Und Herzen eine Weile still stehen lassen. Ein Tod muss gestorben werden …

♠ ♣ ♥ ♦


 

Advertisements

°Kommentar °Kritik °Anregung... Very Welcome ♥

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s