GehZeiten

Komm, bade mich in warmer Seifenlauge …

Polier mich auf. Bade mich in warmer Seifenlauge. Nimm ein weiches Tuch, reib mich sanft trocken. Hauch mich an, poliere mich. Blitzeblank.

Ich will glänzen, ich will leuchten. Ich will dich blenden und dir mit meiner glatten Oberfläche schmeicheln. Schau mich an, siehst du wie rein und lieblich ich sein kann? Über allem stehend und leuchtend. Du schaust mich an und findest dich darin. Du spiegelst dich in mir und findest dich schön. Dann gehst du weg und lässt mich stehen. Denn nun weißt du, wer du bist.

Es dauert nicht lange bis mein Leuchten verblasst. Eine feine Staubschicht legt sich über mich. Dann kommt der Lack der Eitelkeiten und vermischt sich mit dem Staub der Arroganz zu einer schmierigen Allianz des Hasses. Du schenkst mir Ignoranz und siehst mich nicht mehr. Ich bin nicht mehr. Ich war.

Komm, bade mich in warmer Seifenlauge.


Aus der Schublade

Mrs.McH 04/2014

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Ein Kommentar zu “Komm, bade mich in warmer Seifenlauge …

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