HerzRhythmusStörungen

SeitenFüller

Wir träumen uns in die Wiesen. Seite an Seite. Wir fürchten uns, aber wir trauen uns. Das Gras ist anmutig und so hoch gewachsen, dass nur ein sehr genauer Beobachter uns dort entdecken könnte. Wir haben keine Spuren hinterlassen, kein Halm wurde gewaltsam geknickt. Weil wir geflogen sind. Das saftige Gras auf dem wir nun liegen, hat sich erbarmt und sich von selbst zur Seite geneigt, nur um uns ein weiches Bett zu bereiten. Seite an Seite in die Sonne blinzelnd erzählen wir uns alte Fabeln und erfinden neue Geschichten, während unsere Lippen sich immer wieder zaghaft suchen und seltsam furchtlos finden. Dann schweigen wir und lauschen unserer Chronik, die wir in diesen wunderbaren Augenblicken niederschreiben. Unsere Widmung war schon lange vor uns da. Wir flechten einen bunten Kranz aus blumigen Phantasien und nennen ihn Prolog. Vorwitzige Grashalme kitzeln uns und malen zarte Buchstaben auf unsere Haut. Wir lassen zu, dass große, monströse Worte daraus wachsen, mit denen wir die Seiten unserer einzigartigen Geschichte füllen. Wir trauen uns. Seite an Seite. Erfüllung. In den Wiesen.

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